
Es ist wieder dieser Moment am Sonntagabend. Draußen auf der Nymphenburger Straße höre ich das vertraute Rumpeln der U7 Richtung Westfriedhof, während ich hier auf meinen Küchenfliesen in Neuhausen sitze. Vor mir steht eine Tasse Pfefferminztee, der längst kalt geworden ist, und mein Notizbuch. Ein kleiner, schwarzer Punkt markiert den Freitag in meinem Kalender – kein guter Tag. Ich hatte diese Mail von meiner ehemaligen Lieblings-Bar im Postfach, eine Einladung zum Jubiläum, die ich ungelesen gelöscht habe. Es tat trotzdem weh.
Bevor ich weiter erzähle: Ein wichtiger Hinweis für dich. In diesem Text stecken Affiliate-Links. Wenn du über diese etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Ich empfehle hier nur das Workbook und die Module, die ich selbst jeden Sonntagabend beackere. Aber denk dran: Ich bin keine Therapeutin, keine Anwältin und keine Verkehrspsychologin. Ich bin eine 36-Jährige, die einmal richtig Mist gebaut hat. Bei rechtlichen Fragen brauchst du einen Anwalt, bei Alkoholproblemen eine Suchtberatung. Meine ganze Geschichte findest du auf der Über-mich-Seite.
Der Sonntagabend-Block: Warum täglicher Druck mich fast zerbrochen hätte
Als im November letzten Jahres die formale MPU-Aufforderung in meinem Briefkasten lag, dachte ich, ich müsste jetzt jeden Tag Stunden investieren. Ich habe mich förmlich darin vergraben, wollte alles über den ETG-Wert und die Charakterliche Eignung wissen. Aber nach zwei Wochen war ich ein Wrack. Jeden Tag nach der Arbeit in der Firma an meine 1,4 Promille erinnert zu werden, war wie eine Wunde, die ich immer wieder aufkratze.
Irgendwann im frühen Frühling habe ich gemerkt: Ich brauche eine Struktur, die mich nicht erstickt. Viele Ratgeber sagen, man soll jeden Tag ein bisschen machen. In meiner Erfahrung ist das für die Psyche Gift. Es fühlt sich an, als wäre man 24/7 eine Straftäterin. Deshalb ist mein Sonntagabend heilig. Es ist der einzige Moment in der Woche, in dem ich mich intensiv mit dem MPU Masterplan Alkohol [Mein Workbook] auseinandersetze. Dieser Block erlaubt es mir, unter der Woche einfach nur die Office Managerin zu sein, die ihren Job macht, ohne ständig an das „Idiotentest“-Gespenst zu denken.

Das Workbook als Anker in der Neuhausener Küche
Wenn ich das Workbook aufschlage, ist da dieser ganz spezifische Geruch von dickem Papier und der Kratz-Sound meines Kugelschreibers. Es ist fast meditativ. Letzten Monat an einem verregneten Sonntag saß ich hier und habe das Modul zum Thema „Trennungsvermögen“ bearbeitet. Das Workbook stellt Fragen, die wehtun. Es geht nicht darum, was man dem Gutachter erzählt, sondern was man sich selbst erzählt.
Ich erinnere mich an einen Moment, als ich beschreiben sollte, wie ich mich fühlte, als ich an jenem Samstagabend im Spätsommer 2025 den Zündschlüssel drehte. Ich bekam diesen plötzlichen Knoten im Magen. Die nackte Wahrheit war: Ich dachte, ich hätte alles im Griff. Mit 1,4 Promille denkt man das oft. Dabei ist die Grenze zur MPU-Pflicht bei Ersttätern oft erst bei 1,6 Promille gesetzlich zwingend, aber nach einem Unfall oder bei Ausfallerscheinungen reicht eben auch weniger – so wie bei mir.
Vom Abstinenznachweis zum echten Verstehen
Ein großer Teil meiner Sonntage verbringe ich damit, meine Trinkmengen und Abstinenzbelege zu sortieren. Ich gebe regelmäßig Haaproben ab. 3 cm Haar stehen für etwa 3 Monate gelebte Ehrlichkeit. Das ist die mathematische Seite der Reue. Aber das Workbook zwingt mich dazu, hinter diese Zahlen zu blicken. Warum habe ich bei der Hochzeit so viel getrunken? Warum dachte ich, die U-Bahn wäre keine Option?
Manchmal scheitere ich auch an der Struktur. Vorletzte Woche habe ich das Workbook gar nicht angefasst. Ich lag nur auf dem Sofa, starrte die Zimmerdecke an und fühlte mich wie die größte Versagerin Münchens. Ich habe meiner besten Freundin eine ewig lange WhatsApp geschrieben, fast so wie dieser Blogpost hier. Ich habe ihr gestanden, dass ich auf einer Geburtstagsfeier ein Glas Sekt vor mich hingestellt habe, nur damit niemand fragt. Ich habe keinen Schluck getrunken, aber allein die Tatsache, dass ich dieses „Schutzschild“ brauchte, hat mich tagelang beschäftigt. Das Workbook hat mir geholfen, das im nächsten „Lehrgespräch“ mit mir selbst aufzuarbeiten.

Warum Geduld mein schwierigstes Fach ist
In der MPU-Vorbereitung ist Geduld nicht nur eine Tugend, sondern eine Voraussetzung. Warum Geduld bei der MPU Vorbereitung wegen Alkohol so wichtig ist, habe ich erst schmerzhaft lernen müssen. Man kann die Zeit nicht schneller drehen, und man kann die psychologische Aufarbeitung nicht abkürzen. Das MPU Masterplan Alkohol [Mein Workbook] ist dabei wie eine Wanderkarte im Nebel. Man sieht nicht den ganzen Weg, aber man sieht den nächsten Schritt.
Eine Bekannte aus einem Forum nutzt übrigens das FLEX3 Online MPU Drogen [Was eine Forum-Bekannte nutzt], weil sie wegen Cannabis zur MPU muss. Sie erzählte mir neulich beim Kaffee am Rotkreuzplatz, dass die Struktur dort ähnlich hilfreich ist, auch wenn die Themen natürlich ganz andere sind. Für uns „Alkoholfälle“ ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie im Masterplan aber wirklich Gold wert, weil sie so kleinteilig ist.
Mein Fazit für diesen Sonntagabend
Die Küche ist jetzt fast ausgekühlt, und mein Tee ist ungenießbar. Aber ich habe heute wieder drei Seiten im Workbook geschafft. Ich verstehe jetzt besser, dass meine „charakterliche Eignung“ nicht an jenem einen Abend verloren ging, sondern dass sich über Jahre Gewohnheiten eingeschlichen hatten, die ich nie hinterfragt habe. Wenn du auch gerade an diesem Punkt stehst und dich fragst, wie du das alles organisieren sollst: Such dir eine feste Zeit. Einen Anker.
Für mich war die Entscheidung, die Vorbereitung ohne teuren Einzelberater, aber mit einer klaren Struktur anzugehen, genau richtig. Ich nutze den Masterplan im Alltag, aber eben dosiert. Es ist kein Sprint, es ist ein Marathon durch das eigene Leben. Und falls du dich fragst, ob das Workbook auch für dich funktionieren könnte: Schau dir die aktuellen Details direkt beim Anbieter an. Die Inhalte haben mir geholfen, den Berg an Anforderungen in machbare Etappen zu unterteilen, damit ich hoffentlich bald wieder ganz normal am Leben teilnehmen kann – ohne Angst vor dem nächsten Briefkasten-Check.
Ich klappe das Buch jetzt zu. Morgen ist Montag, wieder Office Management, wieder Alltag. Aber die Sonntagabende auf dem Boden gehören meiner Zukunft. Wir lesen uns nächste Woche.